Allgemein

Es geht los!

Nach acht Jahren Arbeit für den schweizerischen Staat gönne ich mir eine Auszeit: In den nächsten sechs Monaten möchte ich an jene Orte reisen, die mir persönlich am meisten Spass machen: Grenzregionen, abgelegene Gebiete, kleine Inseln und Industriegebiete.

Viele Bekannte haben mich in den letzten Tagen gefragt, wohin ich eigentlich reise, in diesem halben Jahr. Nun, ich habe kein eigentliches geografisches Ziel. Ich möchte mich einfach beim Reisen austoben und das tun, was ich am liebsten mache: Entdecken. Also keine vorgefertigten Reiserouten abspulen, sondern vielmehr an jene Orte gehen, die in den Reiseführern nicht erwähnt sind, an denen man dafür den Alltag eines Landes ungefiltert erleben kann. So weit wie möglich möchte ich dabei auf dem Landweg reisen, und zwar in Richtung Osten, über die ehemalige Sowjetunion nach Asien. Entsprechend war meine erste Destination das Rheintal, wo ich mich gestern Abend von Familie und Bekannten verabschiedet habe.

Rund zwanzig Jahre Reisen haben ihre Spuren hinterlassen. Mittlerweile finde ich Kirchen, Tempel, Burgen, Ausgrabungen und Museen häufig nicht mehr spannend. Die Flughäfen sind weltweit austauschbar, ebenso die ÖV- oder Taxisfahrten in die Innenstädte und zu den Attraktionen. Nicht dass ich diese prinzipiell ablehnen würde, Fliegen ist praktisch und manche Sehenswürdigkeiten haben ihren Ruf völlig zu Recht. Aber das Entdecken von Neuem beginnt immer erst dort, wo die Abdeckung durch Reiseführer endet. Und solche Regionen gibt es selbst in sehr touristischen Ländern zuhauf.

Mein persönliches Lieblingsthema sind dabei die Grenzen. Beim Reisen sind sie eigentlich ein notwendiges Übel, oft begleitet von bürokratischen Leerläufen. Sie sind immer wieder für unvorhergesehene Komplikationen gut. Und wohl gerade deshalb bleiben manche Grenzübertritte manchmal viel länger in Erinnerung als der Besuch vieler Sehenswürdigkeiten, die man schon im Vorhinein von Bildern her kannte. Zu meinen Lieblingsdestinationen gehören zudem auch:

  • Industriegebiete, weil sie super Fotomöglichkeiten bieten und man sich manchmal auf nicht ganz legalem Weg Zutritt verschaffen muss.
  • Kleine Inseln, weil sie eine Welt für sich auf minimalem Raum sind.
  • Abgelegene Regionen auf dem Festland, eigentlich aus demselben Grund.
  • Umstrittene Gebiete, weil es einfach spannend zu sehen ist, wie solche Nicht-Staaten funktionieren.

Dorthin bin ich unterwegs!

In diesem Blog (passportparty.ch) berichte ich regelmässig darüber. 

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